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Gegenwärtig bietet die SAP mit dem Produkt „SAP NetWeaver“ eine Plattform an, mit deren Hilfe unterschiedliche Business-Anwendungen integriert werden können. Technische Basis dieser Plattform ist der Web Application Server („Web AS“) mit dem die SAP der Konkurrenz von Oracle, BEA und IBM (u. a.) um die Möglichkeit zur Vereinigung der Geschäftsprozesse begegnen will. Wesentliche Bestandteile der Plattform sind der bereits erwähnte Web Application Server, das Business Information Warehouse (eine Data-Warehouse-Lösung), das SAP NetWeaver Portal und die SAP Exchange Infrastructure (XI). Zentraler Ansatz der Plattform ist die Anwendungs-Integration auf der Ebene der Anwenderoberfläche, der Daten und der Prozesse, auch übergreifend auf externe, so genannte „Non-SAP“-Produkte.
Mit NetWeaver soll der zunehmenden Komplexität der von Unternehmen installierten Systeme Rechnung getragen werden. Wo es vor einigen Jahren nur eine quasi monolithische ERP-Software mit unterschiedlichen Modulen gegeben hat (SAP R/3), gibt es heute eine breite Palette an unterschiedlichen Produkten - die sogenannte "mySAP Business Suite", die ERP, CRM, SCM, SRM und PLM-Systeme und anderes umfasst.
Um die unterschiedlichen SAP-Produkte und Nicht-SAP-Produkte miteinander kommunizieren zu lassen, wurde die NetWeaver-Technologie entwickelt. Darüber hinaus bietet die SAP für eine Reihe von branchenspezifischen Lösungen an, die als Industrielösungen eingeführt sind (z. B. „SAP for Retail“).
SAP bietet des weiteren auch für Mittelstandsunternehmen CRM- und ERP-Lösungen an. Die Produktbezeichnungen für diese Mittelstandslösungen lauten SAP Business One und SAP All-in-one.
SAP Business One ist eine Lösung für kleine bis mittelständische Unternehmen (ca. 5-150 Mitarbeiter, wobei nicht alle Anwender sein müssen, bis ca. $10 Mio Umsatz). Sie wurde 2002 von SAP eingeführt und basiert auf der Software TopManage des israelischen Herstellers TopManage Financial Solutions LTD. TopManage war eines der Unternehmen, die das jetzige SAP-Vorstandsmitglied Shai Agassi zusammen mit seinem Vater Reuven Agassi 1993 gegründet hatte und wurde im ersten Quartal 2001 von SAP übernommen. Damit tritt die SAP AG vermehrt auch in Konkurrenz zu Anbietern, die auf Klein- und Mittelbetriebe spezialisiert sind, wie Abas, Semiramis, Soft M, oxaion, Bäurer mit B2, Lexware, Sage und insbesondere Microsoft mit Navision.